Über HejU·Die Geschichte
Aus einem Zimmer ist HejU geworden.
Wie wir von einem freien Airbnb-Zimmer zu Ferienwohnungen in Lübeck, Travemünde und Timmendorfer Strand gekommen sind, und warum wir sie selbst führen statt an einen Vermittler abzugeben.
01·Wie das angefangen hat
Mit einem freien Zimmer.
HejU hat angefangen, wie viele gute Geschichten anfangen. Mit einem freien Zimmer. Als ein Mitbewohner auszog, entschieden wir uns, das Zimmer über Airbnb zu vermieten. Es hätte ein Nebenverdienst bleiben können.
Stattdessen wurde es der Anfang von allem. Die Gespräche mit Gästen, das Tüfteln an der Einrichtung, das Handwerk des Gastgebens. Es stellte sich heraus, dass das der Beruf war, den wir vorher nicht wussten zu suchen.
02·Warum Lübeck und die Bucht
Ohne biografischen Grund, aber mit einem guten.
Es gab keinen biografischen Grund für Lübeck. Wir sind nicht hier aufgewachsen, haben hier keine Familie, keine Kindheitserinnerungen. Wir fanden die Stadt einfach schön. Die Backstein-Gotik, die Trave, die hanseatische Zurückhaltung, und ein paar Minuten weiter die Ostseeluft, die in Travemünde und am Timmendorfer Strand in den Straßen hängt.
Danach war die Entscheidung strategisch. Eine Stadt mit echtem Charakter, eine Region, die Gäste anzieht, eine Mischung aus Kultur und Küste, die man nicht erfinden kann. Für uns ein guter Ort, um zu bauen was wir bauen wollten.
03·Wie wir arbeiten
Mit der Hand, nicht mit dem Prozess.
Hinter HejU steht keine Kette, keine Verwaltung, kein Call-Center. Es sind Menschen. Wir, ein kleines Team für Reinigung und Pflege, und jede Wohnung, die wir selbst in die Hand nehmen. Wir richten sie persönlich ein, wir wählen die Bettwäsche, wir kennen jeden Kaffeetassen-Schrank. Wenn du uns schreibst, schreibst du uns. Nicht einem Support-Ticket.
Bevor wir Gastgeber wurden, haben wir Software entwickelt. Das mag wie ein Bruch klingen, ist aber keiner. Beide Berufe bestehen daraus, kleine Details richtig zu machen, bis ein Ganzes entsteht, das mehr wert ist als die Summe seiner Teile. Der Unterschied: das Ergebnis ist jetzt keine App, sondern eine Wohnung, in der sich jemand wohlfühlt.
Ein typischer Tag existiert nicht. E-Mail, Telefon, die Koordination des Reinigungsteams, das Organisieren, das Weiterdenken. Manchmal ein Schraubenzieher, manchmal nur ein ruhiges Gespräch mit jemandem, der gerade eingecheckt hat.

04·Eine kleine Geschichte
Zehn Minuten, dann klingelte der erste Gast.
Die erste eigene Wohnung, die wir von Grund auf selbst eingerichtet haben, ging an einem Tag online, an dem wir noch mit dem Schraubenzieher in der Hand standen. Wir dachten, wir haben Zeit, die Buchungen kommen schon, erst mal fertig werden.
Zehn Minuten nachdem das letzte Möbelstück stand, klingelte der erste Gast an der Tür. Wir haben ihn reingelassen, etwas atemlos, und gehofft, dass er nichts merkt. Er merkte nichts. Er war zufrieden.
Seitdem wissen wir zwei Dinge. Gäste sind meistens großzügiger, als wir denken. Und: fertig wird man nie, man hört nur irgendwann auf, Möbel zu rücken.
05·Wo wir heute stehen
Sechzehn Wohnungen, und es werden mehr.
Aus dem einen Zimmer ist heute ein Portfolio von sechzehn Wohnungen geworden. In Lübeck, in der Altstadt und im Umfeld. In Travemünde, wo die Ostsee gleich um die Ecke ist. Und in Timmendorfer Strand, wo der Strand vor der Tür liegt. Weitere Häuser sind in Planung.
Jede Wohnung trägt unsere Handschrift: Leinen-Bettwäsche, eine gute Küchenausstattung, Kaffeemühlen, die wir selbst benutzen würden. Was uns antreibt, ist das positive Feedback der Gäste, der Umgang mit Menschen, und die Arbeit mit unserem Team. Also das, was zwischen den Zeilen passiert.
Was wir nicht machen: expandieren, bis die persönliche Note verloren geht. Was wir machen: jede neue Wohnung so einrichten, als würden wir selbst einziehen. Wenn das irgendwann nicht mehr geht, hören wir auf zu wachsen.